Nez: The Olfactory Magazine 7
Category: Buch
Ausgabe Frühjahr/Sommer 2019
Sprache Englisch
Verlag Le Contrepoint
Beschreibung Der Geruchssinn galt lange als tierischer Sinn – primitiv, unterbewusst und völlig ungezähmt...
Als unsere entfernten Vorfahren sich auf ihre beiden Hinterbeine erhoben, machten sie ihre ersten Schritte weg von einer Welt, die vom Duft dominiert wurde. Im Laufe von Jahrtausenden entwickelten sich Gehör und Sehvermögen langsam weiter – Sinne, die heute als edel und intellektuell gelten. Tiere hingegen behielten den Geruchssinn als ihr primäres Kommunikationsmittel, und auch sie entwickelten sich weiter: Der Geruchssinn wurde auf beeindruckende (und manchmal unerwartete) Weise genutzt.
Tiere erleben die Welt über ihren Geruchssinn, aber jedes hat sein eigenes, unverwechselbares Aroma: manchmal gut, manchmal schlecht. Während der Geruch ihres Fells uns manchmal anzieht, stößt uns das Aroma ihres Fleisches ebenso oft ab – außer wenn es auf dem Grill zubereitet wird.
Von Moschus über Ambra bis Zibet: Tiere haben seit jeher Rohstoffe für feine Parfums geliefert – bis vor kurzem.
Doch von Le Panthère de Cartier bis Serge Lutens' Koublaï Khan Musks tauchen Tiere weiterhin in unseren Düften auf, verbreiten ihre aufdringlichen, erdigen Noten und lauern hinter frischen Blumen. Es ist, als wären Menschen gezwungen, eine Botschaft in dieser längst vergessenen Sprache zu verbreiten, und sehnen sich danach, einen Teil von uns zurückzugewinnen, den wir unterwegs verloren haben.
Die neueste Ausgabe des maßgeblichen Magazins für olfaktorische Kunst wirft einen detaillierten Blick auf die Welt der primitiven Düfte und warum wir Menschen sie so faszinierend finden.









